Die Vielfalt der Notizbücher

Die Notizbücher von Ferdinand Tönnies, die seit 2018 nach und nach in einem Forschungsprojekt erschlossen werden, überraschen immer wieder mit ihrer Vielfalt.

So finden sich in den letzten beiden erschlossenen Notizbüchern (Signaturen Cb 54.41:42 und Cb 54.41:76 der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek) auf 236 Seiten sehr vielfältige Gedanken von Ferdinand Tönnies.

Er notiert sich Stichworte über Immanuel Kant, Aristoteles und Herbert Spencer (über letzteren wahrscheinlich im Rahmen der Vorbereitung auf eine Vorlesung „System der Philosophie“ im Wintersemester 1888/89), sammelt zahlreiche Daten über Kriminalität, Geburten, Konkurse und Analphabetismus im Deutschen Reich des ausgehenden 19. Jahrhunderts und entwickelt erste Textskizzen für seine Veröffentlichung „Zur Theorie der Geschichte (Exkurs)“ aus dem Jahr 1902. Sogar ein Gedicht findet sich in einem der Notizbücher

Tatjana Trautmann